Japan mit Kindern: Tokio, Schneeaffen und die Hirsche von Nara Japan Rundreise mit Kindern

15 Tage, 6 Stopps an 5 Orten, rund 970 km mit der Bahn, Reisezeit September bis November. Geschätzt 7.100 € für euch vier, ohne Flüge.

Fünfzehn Tage Japan mit Grundschulkindern, komplett mit dem Zug und ohne Rückweg: Ankunft in Tokio, Abflug ab Osaka. Vier Nächte in Tokio geben dem Jetlag Zeit, danach geht es mit dem Shinkansen nach Nagano zu den Affen im Jigokudani, über eine Umsteigenacht in Tokio weiter nach Kyoto, Nara und Osaka. Fünf Ortswechsel in zwei Wochen, alle unter drei Stunden.

KI-generierter Vorschlag ohne Gewähr. Prüf Öffnungszeiten, Preise und Einreiseregeln vor der Reise.

Expansive aerial view of Tokyo's cityscape under a clear blue sky, showcasing urban sprawl and architecture.
Tokio. Foto: Bert Mulder, Pexels

Tokio

Tag 1–5, 4 Nächte

Vier Nächte zum Ankommen: Tempel, Neon und Zeit gegen den Jetlag.

  • Shibuya Crossing

    An der Kreuzung vor dem Bahnhof Shibuya gehen bei jeder Grünphase mehrere hundert Menschen gleichzeitig los, aus allen Richtungen. Von oben sieht man es am besten: aus dem ersten Stock des Starbucks im Tsutaya-Gebäude oder von der Aussichtsplattform Shibuya Sky.

  • Sensō-ji-Tempel

    Der Legende nach zogen zwei Fischer 628 eine Kannon-Figur aus dem Sumida, daraus wurde Tokios ältester Tempel. Vom Donnertor mit der roten Riesenlaterne führt die Nakamise-dōri mit rund 90 Läden zur Haupthalle. Kinder ziehen gern ein Omikuji, ein Orakel-Los.

  • Meiji-Schrein

    Der Schrein von 1920 ist Kaiser Meiji und Kaiserin Shōken geweiht und steht in einem Wald aus rund 100.000 gespendeten Bäumen. Vom Bahnhof Harajuku geht man zehn Minuten über Kieswege, vorbei an einer Wand aus Sake-Fässern. Am Wochenende sieht man oft Hochzeitszüge.

Übernachten Shinjuku oder Shibuya für gute Anbindung.

Tagesplan für Tag 1 bis 5

  1. Tag 1Ankunft, 9. OktoberAnkunft in Tokio und erste Eindrücke

    Der Flug landet in Haneda (HND). Von dort bringt dich die Keikyu-Linie oder die Tokyo Monorail in gut 30 Minuten ins Zentrum, beide fahren direkt unter dem Terminal für internationale Flüge ab. Checke ein und nimm dir Zeit, dich zu akklimatisieren. Am Abend kannst du einen ersten kurzen Spaziergang in der Hotelumgebung machen und in einem lokalen Restaurant in der Nähe zu Abend essen.

  2. Tag 210. OktoberTradition und Moderne in Asakusa und Shibuya

    Der Tag beginnt am Sensō-ji in Asakusa. Zu ihm führt die Nakamise-dori, eine Ladenstraße mit Ständen für Reiscracker, Süßigkeiten und Spielzeug. Am Nachmittag fährst du nach Shibuya zur Shibuya Crossing. Von oben siehst du sie vom Shibuya Sky, einer offenen Dachterrasse in rund 230 m Höhe, oder vom Starbucks im QFRONT-Gebäude aus. Für das Shibuya Sky buchst du Tickets mit Zeitfenster vorab.

  3. Tag 311. OktoberRuhe im Meiji-Jingu und bunte Jugendkultur in Harajuku

    Starte den Tag mit einem Besuch des Meiji-Schreins, einer grünen Oase der Ruhe. Danach erkundest du das benachbarte Harajuku, bekannt für seine bunte Jugendkultur und die Takeshita Street. Besuche den Yoyogi Park, wo du am Wochenende Straßenkünstler sehen kannst. Am Abend fährst du nach Shinjuku und nimmst den Aufzug im Tokyo Metropolitan Government Building nach oben: Die Aussicht über das Lichtermeer kostet nichts, und die Schlange ist meist kurz.

  4. Tag 412. OktoberTechnik und Unterhaltung in Akihabara und Ginza

    Den Vormittag verbringst du in Akihabara: Du gehst durch die großen Elektronikkaufhäuser und schaust dir die Anime- und Manga-Läden an. Am Nachmittag wechselst du nach Ginza mit seinen Kaufhäusern und Luxusboutiquen. Dort steht auch das Kabuki-za-Theater, das du von außen ansehen kannst; im Untergeschoss gibt es einen Laden mit Bento und Süßigkeiten.

  5. Tag 5Abreise, 13. OktoberLetzte Einkäufe und Weiterreise nach Nagano

    Nutze den Vormittag für letzte Einkäufe oder einen entspannten Besuch in einem Tokioter Park, zum Beispiel dem Ueno Park mit seinen Museen. Nach dem Mittagessen fährst du zum Tokyo Bahnhof und nimmst den Shinkansen nach Nagano. Die Fahrt dauert etwa 1,5 Stunden und bietet dir Ausblicke auf die japanische Landschaft.

3 Tipps für Tokio

Kaufe dir für die öffentlichen Verkehrsmittel eine aufladbare IC-Karte (Suica oder Pasmo) direkt am Flughafen. Sie macht das Reisen in Tokio sehr einfach und erspart das lästige Ticketkaufen vor jeder Fahrt.

Viele Restaurants in Japan bieten keine separaten Kindermenüs an. Bestelle lieber kleinere Portionen von Gerichten wie Udon oder Ramen, die bei Kindern oft gut ankommen. Achte auf Familienrestaurants (Family Restaurants) wie Denny's oder Jonathan's, die eine größere Auswahl für Kinder haben.

Japanische Hotels nehmen Gepäck schon vor dem Einchecken an und heben es nach dem Auschecken auf. Mit Kindern lohnt sich das am Anreisetag: Koffer abgeben, leicht losziehen, später wiederkommen.

Mit dem Shinkansen nach Naganorund 220 km, etwa 1,5 Stunden

Snow monkeys relax in geothermal hot springs in a serene Japanese winter landscape.
Nagano. Foto: Shashank Brahmavar, Pexels

Nagano

Tag 5–7, 2 Nächte

Affen im heißen Wasser, ein Tempel aus dem 7. Jahrhundert, Sobanudeln.

  • Jigokudani-Schneeaffen-Park

    Im Jigokudani-Park baden japanische Makaken in einem heißen Quelltopf. Im Oktober sitzen sie meist am Rand statt im Wasser; die Bilder mit Schnee auf den Köpfen entstehen im Januar und Februar. Zum Park führt ein knapp zwei Kilometer langer Waldweg, eben genug für Kinder, aber im Winter rutschig.

  • Zenkō-ji-Tempel

    Der Zenkō-ji steht seit dem 7. Jahrhundert und beherbergt nach der Überlieferung die erste Buddha-Statue, die nach Japan kam. Unter dem Hauptaltar führt ein stockdunkler Gang entlang; wer im Dunkeln den Schlüssel an der Wand ertastet, dem ist nach dem Glauben die Erlösung sicher. Kinder finden den Gang meist spannender als die Halle darüber.

  • Olympische Winterspiele 1998

    Die Spiele 1998 begannen mit dem Läuten der Glocke des Zenkō-ji, Snowboard war erstmals olympisch. In der Eisschnelllaufhalle M-Wave, deren Dach Bergkämmen nachempfunden ist, zeigt ein Museum Fackeln und lackverzierte Medaillen; geöffnet nur an Wochenenden und Feiertagen.

Übernachten nahe dem Bahnhof oder Zenkō-ji-Tempel.

Tagesplan für Tag 5 bis 7

  1. Tag 5Ankunft, 13. OktoberAnkunft in Nagano und erste Erkundung

    Nach der Shinkansen-Fahrt von Tokio kommst du in Nagano an. Nach dem Check-in machst du eine kleine Pause. Am Nachmittag gehst du über die Nakamise-Dori, die traditionelle Einkaufsstraße, zum Zenkō-ji-Tempel und probierst unterwegs Oyaki, gefüllte Teigtaschen aus der Region. Unter der Haupthalle des Tempels tastest du dich durch einen völlig dunklen Gang (Okaidan). Am Abend suchst du dir ein gemütliches Restaurant für das Abendessen.

  2. Tag 614. OktoberSchneeaffen und olympisches Erbe

    Heute geht es zu den Affen im Jigokudani-Park. Mit der Nagano-Dentetsu-Bahn nach Yudanaka, dann Bus bis Kanbayashi und zu Fuß den Waldweg hinauf, gut eine halbe Stunde. Oben bleibt Zeit zum Zuschauen, die Affen kümmern sich nicht um Besucher. Zurück in Nagano lohnt das Olympische Museum zu den Winterspielen 1998, und abends Soba: Nagano lebt von seinen Buchweizennudeln.

  3. Tag 7Abreise, 15. OktoberVormittag in Nagano und Weiterreise

    Am Vormittag hast du Zeit für eine letzte Aktivität in Nagano. Du könntest zum Beispiel das Nagano Prefectural Shinano Art Museum besuchen, das auch eine Kindergalerie hat, oder einen entspannten Spaziergang durch den Joyama Park machen, der in der Nähe des Zenkō-ji-Tempels liegt. Nach dem Mittagessen trittst du die Weiterreise an. Du nimmst den Shinkansen zurück nach Tokio.

3 Tipps für Nagano

Probiere unbedingt die lokalen Soba-Nudeln in Nagano. Sie sind eine Spezialität der Region und werden oft kalt mit Dip-Sauce oder heiß in Brühe serviert.

Der Jigokudani-Schneeaffen-Park lohnt sich auch mit Kindern. Der Spaziergang dorthin ist gut machbar, aber plane feste Schuhe ein. Im Park gibt es ein kleines Besucherzentrum mit Informationen und Toiletten.

Für den Ausflug zum Schneeaffen-Park nutze die lokalen Busse vom Bahnhof Nagano. Kaufe am besten ein Kombiticket für Zug und Bus, das spart Zeit und ist oft günstiger.

Mit dem Shinkansen nach Tokiorund 220 km, etwa 1,5 Stunden

Tokio

Tag 7–8, 1 Nacht, zweiter Halt

Eine Nacht zum Umsteigen zwischen zwei Shinkansen-Linien.

  • Tokio Skytree

    Mit 634 Metern ist der Skytree der höchste Fernsehturm der Welt. Der Aufzug fährt in rund 50 Sekunden auf 350 Meter, dort schauen Kinder durch Glasbodenplatten senkrecht hinunter. Eine Rampe führt weiter bis auf 450 Meter, an klaren Tagen sieht man den Fuji.

  • Sumida-Aquarium

    Im Sockel des Skytree liegt ein Aquarium über zwei Etagen. Herzstück ist ein offenes Becken mit Pinguinen, um das der Weg herumführt; feste Reihenfolge und Schleusen gibt es nicht, du gehst frei umher. Für Kinder reicht eine gute Stunde, und bei Regen ist es der beste Plan B in der Gegend.

  • Tsukiji Outer Market

    Der Großmarkt mit der Thunfischauktion zog 2018 nach Toyosu, der äußere Markt mit gut 400 Läden und Imbissen blieb. Kinder mögen Tamagoyaki, süßes Omelett am Spieß, dazu gibt es gegrillte Jakobsmuscheln. Gegessen wird am Stand, viele Läden schließen am frühen Nachmittag.

Übernachten Um den Bahnhof Tokio oder in Shinjuku.

Tagesplan für Tag 7 bis 8

  1. Tag 7Ankunft, 15. OktoberSkytree und Sumida-Ufer

    Der Shinkansen aus Nagano erreicht den Bahnhof Tokio am frühen Nachmittag. Nach dem Check-in fährst du mit der Hanzomon-Linie in einer Viertelstunde nach Oshiage zum Tokyo Skytree. Kauf die Tickets für den Aufzug vorab online, das spart die Schlange am Schalter; oben auf 350 Metern liegt die Stadt bis zum Horizont, bei klarer Sicht steht der Fuji im Westen. Im Sockel des Turms besuchst du danach das Sumida-Aquarium mit dem offenen Pinguinbecken, dafür reicht eine gute Stunde. Zum Abendessen bleibst du in der Ladenstadt Solamachi, dort gibt es Ramen und Familienlokale ohne lange Wartezeit.

  2. Tag 8Abreise, 16. OktoberMorgen im Tsukiji Outer Market und Weiterreise

    Am Morgen besuchst du den Tsukiji Outer Market. Hier kannst du die lebhafte Atmosphäre genießen und verschiedene lokale Spezialitäten probieren, wie frisches Sushi, Tamagoyaki (gerolltes Omelett) oder Matcha-Produkte. Nach dem Frühstück hast du Zeit für letzte Einkäufe oder einen kurzen Spaziergang in der Umgebung. Anschließend holst du dein Gepäck vom Hotel ab und fährst zum Bahnhof Tokio, um deine Weiterreise mit dem Shinkansen nach Kyoto anzutreten.

3 Tipps für Tokio

Der Gepäckversand (takkyubin) bringt Koffer über Nacht von Hotel zu Hotel, etwa 2.000 Yen pro Stück. Für die Umsteigenacht heißt das: die Koffer fahren direkt nach Kyoto, du steigst mit einem Rucksack um.

Für den Shinkansen nach Kyoto lohnt die Sitzplatzreservierung, damit die Familie zusammensitzt. Am Automaten geht das auf Englisch. Mit der Dreierreihe (A bis C) und der Zweierreihe (D und E) daneben sitzt die Familie über den Gang hinweg zusammen; auf der Fahrt nach Kyoto siehst du von den E-Plätzen aus bei klarem Wetter den Fuji.

Ekiben, die Bahnhofs-Lunchboxen, gibt es am Bahnsteig und in der Halle. Du kaufst sie vor der Fahrt und isst im Zug; das ist ausdrücklich erlaubt, anders als in der U-Bahn.

Mit dem Shinkansen nach Kyotorund 450 km, etwa 2,5 Stunden

Explore the iconic red torii gates of Fushimi Inari Shrine in Kyoto, Japan, featuring traditional architecture.
Kyoto. Foto: G N, Pexels

Kyoto

Tag 8–11, 3 Nächte

Goldener Pavillon, Bambuswald von Arashiyama und Gion.

  • Fushimi-Inari-Schrein

    Tausende rote Torii, gespendet von Firmen und Familien, säumen die Wege auf den 233 Meter hohen Inari-Berg; steinerne Füchse, Boten des Reisgotts, tragen Schlüssel im Maul. Die Runde dauert zwei bis drei Stunden, mit Kindern reicht die Kreuzung Yotsutsuji mit Blick über Kyoto.

  • Kinkaku-ji (Goldener Pavillon)

    Shōgun Ashikaga Yoshimitsu ließ den Pavillon 1397 als Alterssitz bauen, danach wurde er Zen-Tempel. 1950 legte ein Mönch Feuer, der heutige Bau ist ein Nachbau von 1955; die oberen zwei Etagen sind mit Blattgold belegt. Der Rundweg um den Teich dauert eine halbe Stunde.

  • Bambuswald von Arashiyama

    Der Weg durch den Bambushain ist nur einige hundert Meter lang und führt vom Nordtor des Tenryū-ji zur Villa Ōkōchi Sansō; vor acht Uhr ist er fast leer. Jenseits der Togetsukyō-Brücke laufen im Affenpark Iwatayama Makaken frei herum, 20 Minuten bergauf.

Übernachten im Viertel Gion oder rund um den Bahnhof.

Tagesplan für Tag 8 bis 11

  1. Tag 8Ankunft, 16. OktoberAnkunft in der Kaiserstadt

    Nach der Shinkansen-Fahrt von Tokio kommst du in Kyoto an. Nach dem Check-in machst du dich mit der Umgebung vertraut. Am Nachmittag besuchst du den Kiyomizu-dera-Tempel, dessen hölzerne Terrasse auf hohen Pfeilern über einem Hang steht; von dort blickst du über die Stadt. Danach gehst du durch die Gassen Sannenzaka und Ninenzaka in Higashiyama und probierst erste Spezialitäten wie Yatsuhashi, Gebäck aus Reismehl mit Zimt.

  2. Tag 917. OktoberGoldener Pavillon und Bambuswald

    Der Tag beginnt am Kinkaku-ji (Goldener Pavillon), dessen obere Stockwerke mit Blattgold überzogen sind und sich im Teich spiegeln. Anschließend fährst du in den Arashiyama-Bezirk und gehst dort den Weg durch den Bambuswald, an dessen Seiten die Halme dicht und hoch stehen. Danach kannst du den Tenryu-ji-Tempel besichtigen oder eine Bootsfahrt auf dem Hozugawa-Fluss machen (optional). Am Abend kehrst du in die Stadt zurück und suchst dir ein Restaurant in Gion.

  3. Tag 1018. OktoberTorii-Tore und Gion

    Heute Morgen steht der Fushimi Inari-Schrein auf dem Programm. Gehe durch die Tausenden von roten Torii-Toren, die sich den Berg hinaufschlängeln. Wähle die Länge deiner Wanderung selbst. Am Nachmittag erkundest du den Bezirk Gion. In den privaten Gassen um die Hanamikoji ist das Fotografieren seit 2024 untersagt und wird mit 10.000 Yen geahndet; auf der Hauptstraße und am Shirakawa-Kanal ist es erlaubt. Besuche den Yasaka-Schrein und geh am frühen Abend durch die Gassen, wenn die Maiko zur Arbeit unterwegs sind. Wer mag, nimmt an einer Teezeremonie teil.

  4. Tag 11Abreise, 19. OktoberAbschied von Kyoto und Weiterreise

    Nutze den Vormittag für einen letzten Spaziergang durch die Gassen von Pontocho oder besuche den Nishiki-Markt, um lokale Snacks und Souvenirs zu kaufen. Nach dem Mittagessen holst du dein Gepäck ab und fährst mit dem Zug nach Nara. Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten.

3 Tipps für Kyoto

Für Familien mit Kindern empfiehlt es sich, die Wege am Fushimi Inari-Schrein nicht bis ganz nach oben zu wandern. Auch die unteren Abschnitte bieten viele Torii-Tore und tolle Fotomotive, ohne die Kleinen zu überfordern.

Kyoto ist bekannt für seine Kaiseki-Küche, aber auch für einfachere Gerichte wie Yuba (Tofuhaut) und Matcha-Süßigkeiten. Probiere die vielen kleinen Restaurants in den Seitenstraßen.

In Kyoto fährst du viel mit dem Bus. Die reine Bus-Tageskarte gibt es nicht mehr; nimm stattdessen den Kombipass für U-Bahn und Bus oder zahl einfach mit der IC-Karte, für die es auch Kinderfahrpreise gibt.

Mit dem Zug nach Nararund 45 km, etwa 45 Minuten

A deer crossing a busy street in Kyoto, Japan, with cars nearby.
Nara. Foto: Lawrence Lam, Pexels

Nara

Tag 11–13, 2 Nächte

Historische Hauptstadt, Heimat des Großen Buddha und zahmer Hirsche.

  • Hirsche im Nara-Park

    Rund 1.300 Sikahirsche leben frei im Park und den Straßen ringsum, geschützt als Naturdenkmal. Viele verbeugen sich für einen Keks. Im Oktober ist Brunftzeit und die Böcke sind reizbarer, deshalb werden ihnen jedes Jahr im Herbst die Geweihe abgesägt.

  • Todai-ji-Tempel

    Die Buddhahalle von 1709 zählt zu den größten Holzbauten der Welt. Darin sitzt der rund 15 Meter hohe Bronze-Buddha, erstmals geweiht 752. Ein Pfeiler hat ein Loch so groß wie sein Nasenloch; wer hindurchkriecht, soll im nächsten Leben Erleuchtung finden.

  • Isuien-Garten

    Der vordere Gartenteil entstand in den 1670er-Jahren, der größere hintere 1899. Hinter dem Teich erscheinen das Tor Nandaimon des Todai-ji und der Wakakusa-Berg als „geliehene Landschaft“. Im Eintritt enthalten ist das kleine Neiraku-Museum mit Kunst aus China und Korea.

Übernachten rund um den Nara-Park.

Tagesplan für Tag 11 bis 13

  1. Tag 11Ankunft, 19. OktoberAnreise und erster Eindruck vom Nara-Park

    Nach der Zugfahrt von Kyoto (ca. 45 Minuten) erreichst du Nara. Checke in deiner Unterkunft ein. Am Nachmittag machst du einen ersten Spaziergang durch den Nara-Park, um die frei laufenden Hirsche zu sehen und dich an die Umgebung zu gewöhnen. Du kannst bereits etwas Hirschfutter kaufen und die Tiere vorsichtig füttern. Am Abend genießt du ein traditionelles Abendessen in einem Restaurant in der Nähe deines Hotels.

  2. Tag 1220. OktoberTodai-ji, Isuien-Garten und Nara-Park

    Du beginnst den Tag im Todai-ji-Tempel mit der großen Buddha-Statue. Dort kann dein Kind ausprobieren, ob es durch das Loch in einer Holzsäule passt, das so groß sein soll wie ein Nasenloch des Buddhas. Anschließend gehst du in den Isuien-Garten, der nur einen kurzen Spaziergang entfernt ist und eine ruhige Atmosphäre bietet. Am Nachmittag kehrst du in den Nara-Park zurück, um weitere Hirsche zu beobachten oder den Kofuku-ji-Tempel zu besuchen, dessen fünfstöckige Pagode bis 2034 eingerüstet ist. Den Tag beendest du mit einem ruhigen Abendessen.

  3. Tag 13Abreise, 21. OktoberMorgen in Nara und Weiterreise nach Osaka

    Nutze den Vormittag für einen letzten Spaziergang durch Nara. Du könntest den Kasuga Taisha Schrein besuchen, der für seine vielen Laternen bekannt ist und ebenfalls im Nara-Park liegt. Alternativ bummelst du durch die überdachte Higashimuki-Passage und die Sanjo-dori zwischen Bahnhof und Park, wo es Mochi, Stoffe und Hirsch-Souvenirs gibt. Gegen Mittag trittst du die Zugfahrt nach Osaka an (ca. 45 Minuten).

3 Tipps für Nara

Die Hirsche im Nara-Park sind zutraulich, aber Wildtiere. Erkläre deinem Kind, dass es sie nicht ärgern oder zu nah mit dem Gesicht kommen soll. Sie können auch mal schnappen, wenn sie Futter erwarten.

Die Reiskekse für die Hirsche (shika senbei) kosten 200 Yen am Stand. Wichtig für Kinder: erst kaufen, wenn du sie sofort verfüttern willst, denn die Tiere riechen sie und folgen hartnäckig.

Probiere unbedingt 'Mochi' (Reiskuchen), die oft frisch zubereitet werden, oder 'Kakigori' (geschabtes Eis) an einem der Stände im Nara-Park. Das ist eine gute Stärkung für Zwischendurch.

Mit dem Zug nach Osakarund 35 km, etwa 45 Minuten

Explore the architectural beauty of Osaka Castle surrounded by lush greenery.
Osaka. Foto: G N, Pexels

Osaka

Tag 13–15, 2 Nächte

Burg, das Aquarium Kaiyukan und Takoyaki in Dotonbori.

  • Dotonbori

    Am Kanal in Dotonbori hängen die Leuchtreklamen dicht an dicht, darunter der laufende Glico-Mann von 1935. Rundherum stehen Takoyaki- und Okonomiyaki-Stände; abends ist es voll, mittags kommt man mit Kindern besser durch.

  • Osaka Castle

    Die Burg Osaka ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Japans und spielte eine zentrale Rolle in der japanischen Geschichte. Besucher können das Innere der Burg erkunden, das heute ein Museum beherbergt, und die weitläufigen Burggärten genießen.

  • Shinsekai

    Shinsekai entstand 1912 nach dem Vorbild von Paris und Coney Island, heute steht dort der Tsutenkaku-Turm zwischen Retro-Läden. Gegessen wird Kushikatsu, frittierte Spieße, die man in eine gemeinsame Soße tunkt: jeden Spieß nur einmal, das ist die Regel.

Übernachten rund um Namba oder Umeda.

Tagesplan für Tag 13 bis 15

  1. Tag 13Ankunft, 21. OktoberAnkunft in Osaka und Dotonbori

    Nach deiner Anreise mit dem Zug von Nara erreichst du Osaka in etwa 45 Minuten. Du checkst in deinem Hotel ein und machst dich am Nachmittag auf den Weg ins lebhafte Dotonbori-Viertel. Du gehst am Kanal entlang, unter den großen Leuchtreklamen, und probierst Streetfood wie Takoyaki (Oktopusbällchen) und Okonomiyaki (herzhafte Pfannkuchen). Am Abend kannst du in einem der vielen Restaurants traditionell essen.

  2. Tag 1422. OktoberBurg Osaka und Shinsekai

    Fahr am Morgen zur Burg Osaka und geh vom Otemon-Tor durch den Park zum Turm. Die acht Stockwerke mit Museum und Aussicht brauchen mit Kindern gut zwei Stunden; ein Aufzug fährt bis in den fünften Stock, den Rest geht es zu Fuß. Mittags isst du im Park oder in einem der Lokale am Ausgang Tanimachi 4-chome. Am Nachmittag fährst du ab Tanimachi 4-chome mit der Tanimachi-Linie nach Süden bis Tennoji, von dort gehst du etwa zehn Minuten ins Retro-Viertel Shinsekai, wo der Tsutenkaku-Turm zwischen den Läden steht. Zum Abendessen gibt es dort Kushikatsu; die Sauce steht für alle in einem Topf, und eintauchen darf man jeden Spieß nur einmal.

  3. Tag 15Abreise, 23. OktoberAbreise aus Osaka

    Nach dem Frühstück im Hotel hast du noch Zeit für letzte Einkäufe oder einen entspannten Spaziergang, je nach Flugzeit. Plane ausreichend Puffer für den Transfer zum Kansai International Airport (KIX) ein. Die Fahrt mit dem Zug dauert je nach Verbindung etwa 40 bis 60 Minuten. Von dort trittst du deinen Heimflug an.

3 Tipps für Osaka

Probiere unbedingt die lokale Küche: Takoyaki, Okonomiyaki und Kushikatsu sind Osakas Spezialitäten und an vielen Ständen und Restaurants erhältlich.

Das Aquarium Kaiyukan läuft über acht Stockwerke abwärts um ein zentrales Becken mit Walhaien. Zwei bis drei Stunden reichen; morgens direkt zur Öffnung ist es am leersten.

Nutze für die Fortbewegung in Osaka die effiziente U-Bahn. Kaufe eine IC-Karte (z.B. ICOCA), um das Bezahlen zu vereinfachen und Zeit zu sparen.

Routenkarte: Japan mit Kindern: Tokio, Schneeaffen und die Hirsche von Nara
Karte: Kartendaten: Natural Earth · Routenlinien: © OpenStreetMap contributors (ODbL) · Fotos: Pexels

Die Route in Kürze

Diese 15-tägige Route mit Grundschulkindern führt komplett mit dem Zug von Tokio über Nagano zu den Schneeaffen im Jigokudani, zurück nach Tokio zum Umsteigen und weiter nach Kyoto, Nara und Osaka, wo der Heimflug startet. Vier Nächte am Anfang in Tokio geben dem Jetlag Zeit, danach folgen fünf Ortswechsel in zwei Wochen, jede Zugfahrt dauert unter drei Stunden. Unterwegs warten heiße Quellen mit badenden Affen, goldene Tempel und Bambuswälder in Kyoto, zahme Hirsche in Nara und Osakas Nachtleben. Die Route passt für Familien mit Kindern im Grundschulalter, die Japan ohne Rückweg von Tokio nach Osaka bereisen wollen.

Kosten

7.100 € für euch vier, ohne Flüge

Das sind etwa 1.775 € pro Person; die Posten gelten für die ganze Gruppe.

  • Übernachtung49 %3.500 €etwa 250 €/Nacht (Mittelklasse), 14 Nächte
  • Verpflegung30 %2.100 €etwa 140 €/Tag, 15 Reisetage
  • Transport15 %1.100 €
  • Aktivitäten6 %400 €

Gesamt7.100 €

Was in dieser Schätzung steckt

Alle Beträge gelten für 4 Reisende zusammen, nicht pro Person.

Unterkunft
Mittelklasse, Familienzimmer oder zwei Zimmer für 4 Personen, gerechnet mit 14 Nächten
Verpflegung
lokale Restaurants und Garküchen, keine gehobene Gastronomie, 15 Reisetage
Transport
die Etappen dieser Route plus Fahrten vor Ort
Aktivitäten
Eintritte zu den genannten Highlights
Kinder
mit den üblichen Ermäßigungen gerechnet: bei Bahn und Bus oft die Hälfte, Kleinkinder meist frei

Nicht enthalten: die internationalen Flüge zum Reiseziel und zurück, Reiseversicherung, Visagebühren, Souvenirs und Trinkgeld.

Die Werte sind Schätzungen für ein mittleres Reiseniveau, keine Angebote. Je nach Saison und Buchungszeitpunkt liegen die echten Preise darüber oder darunter.

Richtwerte, keine Angebote.

Familie

Japan mit Kindern: Gut geeignet

Eines der familienfreundlichsten Reiseländer überhaupt: sicher, sauber, bestens organisiert.

  • Top-Infrastruktur, pünktliche Züge, sehr sicher
  • Kinder werden herzlich umsorgt; Themenparks, Tierwelt, Technik
  • Essen meist mild & kindertauglich
  • Sommer heiß & schwül
  • Großstädte sehr dicht, Pausen einplanen

Hervorragende, flächendeckende medizinische Versorgung.

Im Planer die Reisegruppe „Familie“ wählen, dann plant die KI altersgerecht: kürzere Etappen, weniger Ortswechsel, passende Aktivitäten.

Häufige Fragen

Gut zu wissen, bevor es losgeht

Eignet sich Japan für eine Reise mit Kindern?

Gut geeignet: Eines der familienfreundlichsten Reiseländer überhaupt: sicher, sauber, bestens organisiert. Pluspunkte: Top-Infrastruktur, pünktliche Züge, sehr sicher, Kinder werden herzlich umsorgt; Themenparks, Tierwelt, Technik, Essen meist mild & kindertauglich.

Wie viele Tage sollte man für Japan einplanen?

Diese Beispielroute rechnet mit 15 Tagen für 6 Stopps, also gut zwei Wochen. So bleibt genug Zeit, ohne zu hetzen. Im kostenlosen Planer lässt sich die Reisedauer zwischen 7 und 35 Tagen frei einstellen, die Route passt sich automatisch an.

Wann ist die beste Reisezeit für diese Japan-Route?

Die Route ist auf die Monate September bis November ausgelegt. Ausführliche Klima-Informationen mit Monatsübersicht findest du im Routaris-Länderportrait zu Japan.

Diese Route im Planer anpassen

Nächte verschieben, Stopps tauschen, eigene Orte anpinnen: Routaris plant die Route durch Japan nach deinen Wünschen neu.

Im Planer öffnen Länderportrait zu Japan