01
Die Petronas Towers
Zwei Türme, verbunden auf 170 Metern
Die Petronas Towers waren von 1998 bis 2004 die höchsten Gebäude der Welt und sind bis heute das höchste Zwillingspaar. Ihr Grundriss folgt einem islamischen Sternmuster, die Brücke zwischen den Türmen hängt im 41. Stock und ist nicht starr befestigt, damit sie mitschwingen kann. Abends leuchten sie über dem Park am Fuß.
Stopp Kuala Lumpur · Beste Zeit: Dez–Mär
02
Die Batu-Höhlen
Zweihundertzweiundsiebzig bunte Stufen
Vor den Toren Kuala Lumpurs steht eine 43 Meter hohe goldene Statue des Kriegsgottes Murugan, dahinter führen 272 in Regenbogenfarben gestrichene Stufen in eine Kalksteinhöhle mit Tempeln darin. Zum Thaipusam-Fest im Januar oder Februar ziehen Hunderttausende hier hinauf.
Stopp Batu-Höhlen · Beste Zeit: Dez–Mär
03
George Town
Shophouses, Clan-Stege und Wandbilder
George Town auf Penang ist eine Hafenstadt aus Shophäusern, chinesischen Clanhallen, indischen Tempeln und britischen Kaufmannsbauten, die seit 2008 zusammen mit Melaka Welterbe ist. Seit 2012 hängen dazwischen Wandbilder und Drahtfiguren, die auf eigene Faust abgelaufen werden. Die Clan-Stege stehen bis heute auf Pfählen im Wasser.
Stopp George Town · Beste Zeit: Dez–Mär
04
Melaka
Fünfhundert Jahre Handel an einer Straße
Melaka war Sultanat, dann portugiesisch, dann niederländisch, dann britisch, und jede Epoche hat gebaut: die Ruine A Famosa, der rote Stadtplatz mit der Christ Church von 1753, die Jonker Street mit den Herrenhäusern der Baba-und-Nyonya-Familien. Welterbe seit 2008, gemeinsam mit George Town.
Stopp Melaka · Beste Zeit: Dez–Mär
05
Der Mount Kinabalu
Viertausend Meter, aus dem Regenwald heraus
Der Mount Kinabalu steigt in Sabah auf 4.095 Meter, und auf dem Weg nach oben wechselt der Wald alle paar hundert Meter: Tieflandregenwald, Nebelwald, Rhododendren, dann nackter Granit. Der Park ist seit 2000 Welterbe und gilt als einer der artenreichsten Flecken der Erde.
Stopp Kinabalu-Nationalpark · Beste Zeit: Mär–Mai · Sep
06
Sepilok
Orang-Utans, die zurück in den Wald sollen
In Sepilok bei Sandakan werden verwaiste und beschlagnahmte Orang-Utans darauf vorbereitet, wieder allein im Wald zu leben. Zweimal täglich wird an einer Plattform gefüttert, und wer Glück hat, sieht Jungtiere im Kronendach. Nebenan nimmt ein Schutzzentrum verwaiste Malaienbären auf.
Stopp Sepilok · Beste Zeit: Mär–Mai · Sep
07
Der Kinabatangan
Flusssafari im letzten Waldstreifen
Am unteren Kinabatangan ziehen morgens und abends kleine Boote flussauf und flussab, und weil der Wald nur noch als schmaler Streifen am Ufer steht, sitzt alles dicht beieinander: Nasenaffen, Nashornvögel, Makaken, mit Glück Zwergelefanten oder ein Krokodil auf der Sandbank.
Stopp Kinabatangan · Beste Zeit: Mär–Mai · Sep
08
Der Gunung-Mulu-Nationalpark
Höhlenräume, in die Kathedralen passen
Im Karst von Sarawak liegen einige der größten bekannten Höhlenräume der Welt, darunter die Sarawak-Kammer, in die mehrere Verkehrsflugzeuge passen. Vor der Deer Cave sitzt man am späten Nachmittag auf Bänken und wartet: Dann verlässt eine Kolonie aus Millionen Fledermäusen in langen Bändern den Berg. Welterbe seit 2000.
Stopp Gunung Mulu · Beste Zeit: Mär–Mai · Sep
09
Die Cameron Highlands
Teehänge auf fünfzehnhundert Metern
Auf 1.500 Metern ist es rund zehn Grad kühler als an der Küste, und die Hänge sind mit Tee bepflanzt, seit die Briten in den 1920ern damit anfingen. Über den Plantagen bei Sungai Palas beginnt der Mossy Forest, ein Bergnebelwald voller Moos und Kannenpflanzen, durch den ein Bohlenweg führt.
Stopp Cameron Highlands · Beste Zeit: Dez–Mär
10
Langkawi
Kalkinseln, Mangroven, eine Brücke am Seil
Langkawi ist ein Archipel aus 99 Inseln vor der Nordwestküste. Eine Seilbahn zieht auf den Gunung Mat Cincang, wo eine gekrümmte Hängebrücke frei über dem Wald hängt. Im Kilim-Geopark fahren Boote durch Mangrovenkanäle zwischen Kalkfelsen, über denen Seeadler kreisen.
Stopp Langkawi · Beste Zeit: Dez–Mär
11
Taman Negara
Regenwald, älter als der Amazonas
Taman Negara gilt als einer der ältesten Tieflandregenwälder der Erde: Er ist seit über 100 Millionen Jahren durchgehend bewaldet, weil ihn keine Eiszeit erwischt hat. Ein Stahlseilpfad hängt 40 Meter über dem Boden im Kronendach, und die Anreise geht per Langboot den Sungai Tembeling hinauf.
Stopp Taman Negara · Beste Zeit: Feb–Sep
12
Die Perhentian-Inseln
Riff direkt vom Strand aus
Vor der Ostküste liegen zwei Inseln mit weißem Sand und Riffen, die so nah beginnen, dass man vom Strand aus hineinschnorchelt: Schwarzspitzen-Riffhaie in der Brandung, Meeresschildkröten über den Seegraswiesen. Zwischen den Buchten läuft man über schmale Dschungelpfade.
Stopp Perhentian-Inseln · Beste Zeit: Mär–Mai · Sep
13
Sipadan vor Semporna
Eine Wand, die 600 Meter tief abfällt
Sipadan ist die Spitze eines erloschenen Vulkans, der aus 600 Metern Tiefe aufsteigt; direkt am Strand beginnt eine senkrechte Wand. Barrakuda-Wirbel, Büffelkopf-Papageifische und Hunderte Schildkröten. Vom Hafen in Semporna fahren die Boote hinaus, übernachtet wird auf Mabul oder Kapalai.
Stopp Semporna · Beste Zeit: Mär–Mai · Sep
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Der Bako-Nationalpark
Sieben Ökosysteme auf siebenundzwanzig Quadratkilometern
Bako liegt auf einer Halbinsel bei Kuching und ist nur per Boot über die Flussmündung erreichbar. Auf kleiner Fläche wechseln sich Mangroven, Sumpfwald, Klippen und ein karger Buschwald ab, in dem Kannenpflanzen wachsen. Nasenaffen sitzen am späten Nachmittag in den Bäumen am Hauptquartier.
Stopp Bako-Nationalpark · Beste Zeit: Mär–Mai · Sep