01
Luang Prabang
Dreiunddreißig Tempel zwischen zwei Flüssen
Luang Prabang liegt auf einer Landzunge zwischen Mekong und Nam Khan, und die ganze Altstadt steht seit 1995 auf der Welterbeliste: 33 Tempel, dazwischen französische Kolonialhäuser mit Fensterläden. Der Wat Xieng Thong von 1560 hat ein Dach, das fast bis zum Boden reicht. Um 5:30 ziehen die Mönche zum Tak Bat durch die Straßen.
Stopp Luang Prabang · Beste Zeit: Nov–Feb
02
Die Kuang-Si-Wasserfälle
Türkisbecken, Stufe für Stufe
Dreißig Kilometer südlich von Luang Prabang fällt ein Bach über Kalksinter-Terrassen in eine Kette türkiser Becken. Das Wasser holt seine Farbe aus dem gelösten Kalk, und in den unteren Becken darf man schwimmen. Am Eingang liegt ein Rettungszentrum für Kragenbären.
Stopp Kuang-Si-Wasserfälle · Beste Zeit: Nov–Feb
03
Die Ebene der Krüge
Zweitausend Steingefäße ohne Erklärung
Auf der Hochebene von Xieng Khouang stehen über 2.000 Megalith-Krüge in der Landschaft, bis zu drei Meter hoch und vierzehn Tonnen schwer, gehauen in der Eisenzeit zwischen 500 vor und 500 nach Christus. Wozu sie dienten, ist bis heute offen: Grabgefäße, Reisspeicher, Brennkessel. Seit 2019 Welterbe.
Stopp Phonsavan · Beste Zeit: Nov–Feb
04
Wat Phou
Khmer-Tempel, älter als Angkor
Am Fuß des Berges Lingaparvata, dessen Gipfel wie ein Linga geformt ist, liegt eine Khmer-Anlage aus dem 5. bis 11. Jahrhundert. Eine Achse aus Treppen und Terrassen führt vom Mekong hinauf zum Heiligtum, wo eine Quelle aus dem Fels tritt. Sie war der Grund, hier zu bauen. Welterbe seit 2001.
Stopp Wat Phou · Beste Zeit: Nov–Mär
05
Das Slow-Boat auf dem Mekong
Zwei Tage flussabwärts, ohne Netz
Von Houayxay an der thailändischen Grenze fahren lange, flache Holzboote zwei Tage lang den Mekong hinunter nach Luang Prabang. Übernachtet wird in Pakbeng zwischen Karstbergen. Dazwischen: Sandbänke, Wasserbüffel, Dörfer ohne Straßenanschluss und ein Fluss, der breiter wird, je weiter man kommt.
Stopp Houayxay · Beste Zeit: Nov–Feb
06
Nong Khiaw
Karstwände über dem Nam Ou
In Nong Khiaw schiebt sich der Nam Ou durch eine Schlucht aus senkrechten Kalkwänden, überspannt von einer einzigen Brücke. Vom Ort führt ein steiler Pfad in gut anderthalb Stunden auf den Pha Daeng, von dem aus man morgens auf ein Tal voller Nebel schaut. Flussaufwärts liegt Muang Ngoi Neua, erreichbar nur per Boot.
Stopp Nong Khiaw · Beste Zeit: Nov–Feb
07
Die Kong-Lor-Höhle
Sieben Kilometer durch den Berg, im Boot
Im Phu-Hin-Bun-Nationalpark verschwindet ein Fluss in einem Berg und kommt rund sieben Kilometer später auf der anderen Seite wieder heraus. Man fährt die Strecke im schmalen Longtail-Boot, mit Stirnlampe, durch Hallen, in denen der Motor nachhallt, und steigt einmal aus, um eine beleuchtete Tropfsteinkammer zu durchqueren.
Stopp Kong-Lor-Höhle · Beste Zeit: Nov–Feb
08
Vang Vieng
Kalkkegel über dem Nam Song
Vang Vieng liegt in einem Talboden, aus dem einzelne Kalksteinkegel senkrecht aufsteigen. Auf dem Nam Song wird gekajakt und getubt, in den Bergen dahinter liegen Höhlen und die Blauen Lagunen, und bei Sonnenaufgang steigen Heißluftballons über das Tal.
Stopp Vang Vieng · Beste Zeit: Nov–Feb
09
Si Phan Don
Der Mekong zerfällt in viertausend Inseln
Kurz vor Kambodscha wird der Mekong vierzehn Kilometer breit und zerfällt in ein Gewirr aus Sandbänken und bewaldeten Inseln. Auf Don Det und Don Khon liegen Reste einer französischen Schmalspurbahn, die Fracht um die Stromschnellen herumtransportierte. Am Ostufer donnern die Khone-Phapheng-Fälle.
Stopp Si Phan Don · Beste Zeit: Nov–Mär
10
Das Bolaven-Plateau
Kaffee auf tausend Metern, Wasserfälle daneben
Auf dem Bolaven-Plateau liegt die Landschaft 1.000 bis 1.350 Meter hoch, es ist kühler als im Mekongtal, und der vulkanische Boden trägt seit der französischen Zeit Kaffee. Zwischen den Plantagen stürzen Wasserfälle über die Kanten der Hochebene, der Tad Fane als Doppelstrahl über hundert Meter tief.
Stopp Bolaven-Plateau · Beste Zeit: Nov–Mär
11
Pha That Luang
Der goldene Stupa, Laos in einem Bild
Der Pha That Luang in Vientiane ist das Nationalsymbol von Laos: ein vergoldeter Stupa auf quadratischem Grundriss, fünfundvierzig Meter hoch und umgeben von einem Kreuzgang. Im November zieht das Boun-That-Luang-Fest Zehntausende hierher, mit Kerzenprozession und Wachsblumen.
Stopp Vientiane · Beste Zeit: Nov–Feb
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Der Buddha-Park
Zweihundert Betonfiguren einer Privatvision
Fünfundzwanzig Kilometer flussabwärts von Vientiane hat der Schamane und Priester Bunleua Sulilat ab 1958 eine Wiese am Mekong mit über zweihundert Betonskulpturen gefüllt: buddhistische und hinduistische Gestalten nebeneinander, ein vierzig Meter langer liegender Buddha, dazu ein begehbarer Kürbis mit drei Etagen für Hölle, Erde und Himmel.
Stopp Vientiane · Tagesausflug · Beste Zeit: Nov–Feb