01
Sigiriya
Ein Palast auf einem 200-Meter-Felsen
König Kassapa ließ im 5. Jahrhundert seine Residenz auf einen einzeln stehenden Felsen bauen: 1.200 Stufen über die Ebene, vorbei an einer Spiegelwand und den Fresken der Wolkenmädchen. Oben liegen die Grundmauern seines Palasts, unten breiten sich Wassergärten aus, die zu den ältesten der Welt zählen. Seit 1982 UNESCO-Welterbe.
Stopp Sigiriya · Beste Zeit: Feb–Apr (ganzjährig machbar)
02
Dambulla
Fünf Höhlen voller Buddhas
In fünf Höhlen unter einem überhängenden Felsen stehen und liegen über 150 Buddhastatuen, und die gesamte Höhlendecke ist auf 2.000 Quadratmetern bemalt. Die Farben folgen dem Fels, nicht der Fläche. Der Tempel wird seit über zweitausend Jahren genutzt und ist seit 1991 UNESCO-Welterbe.
Stopp Dambulla · Beste Zeit: Feb–Apr (ganzjährig machbar)
03
Kandy
Der Tempel, in dem ein Zahn liegt
Im Sri Dalada Maligawa wird ein Eckzahn des Buddha aufbewahrt: die wichtigste Reliquie des Landes, die dreimal täglich in einer Zeremonie mit Trommeln gezeigt wird, wenn auch nur der goldene Schrein. Wer die Reliquie besaß, hatte das Recht zu regieren. Seit 1988 UNESCO-Welterbe.
Stopp Kandy · Beste Zeit: Jan–Apr · Jul–Aug (Perahera)
04
Polonnaruwa
Eine Königsstadt, die man abradeln kann
Im 12. Jahrhundert war Polonnaruwa Hauptstadt eines Reichs, das Bewässerungsanlagen baute, die heute noch funktionieren. Die Ruinen liegen weit auseinander in einem Park, deshalb fährt man sie mit dem Fahrrad ab. Höhepunkt ist Gal Vihara: vier Buddhas, direkt aus dem Granitfelsen geschlagen. Seit 1982 UNESCO-Welterbe.
Stopp Polonnaruwa · Beste Zeit: Feb–Apr (ganzjährig machbar)
05
Anuradhapura
Ein Baum, der seit 2.300 Jahren steht
Die erste Hauptstadt der Insel war über tausend Jahre Zentrum des Buddhismus. Der Sri Maha Bodhi wuchs aus einem Zweig des Baums, unter dem Buddha erwachte, und wurde 288 v. Chr. gepflanzt. Er gilt als der älteste vom Menschen gepflanzte Baum mit belegter Geschichte. Ringsum stehen Dagobas, zu ihrer Zeit unter den höchsten Bauwerken der Welt. Seit 1982 UNESCO-Welterbe.
Stopp Anuradhapura · Beste Zeit: Feb–Apr (ganzjährig machbar)
06
Nine Arch Bridge
Neun Bögen aus Stein, ohne Stahl gebaut
Als die Briten 1921 die Bahnstrecke ins Hochland bauten, fehlte kriegsbedingt der Stahl, also mauerten einheimische Arbeiter die Brücke komplett aus Stein und Ziegel. Heute rollt der blaue Zug ein paar Mal täglich über die neun Bögen, ringsum Teehänge und Dschungel. Von Ella aus läuft man in einer halben Stunde hin.
Stopp Ella · Beste Zeit: Dez–Mär
07
Die Teehänge
Zugfahrt durch die Hügel des Ceylon-Tees
Ab 1867 wandelten die Briten das Hochland in Teegärten um, und noch heute wird von Hand gepflückt: nur die obersten zwei Blätter und die Knospe. Die Bahnstrecke von Kandy nach Ella zieht sich sechs bis sieben Stunden durch diese Hänge, mit offenen Türen und Blick auf Wasserfälle. In Nuwara Eliya stehen dazu Fabriken, in denen sich seit hundert Jahren wenig geändert hat.
Stopp Nuwara Eliya · Beste Zeit: Jan–Mär
08
Galle
Eine holländische Festung am Indischen Ozean
Die Portugiesen begannen sie, die Niederländer bauten sie 1663 aus: ein Fort mit Wällen, hinter denen Kolonialhäuser, Moscheen und ein Leuchtturm stehen. Auf den Mauern flaniert abends die halbe Stadt, während die Brandung darunter schlägt. Seit 1988 UNESCO-Welterbe.
Stopp Galle · Beste Zeit: Dez–Mär
09
Mirissa
Blauwale vor Palmenhügeln
Vor Mirissa fällt der Meeresboden steil ab, und zwischen November und April ziehen hier Blauwale und Pottwale vorbei. Es ist einer der zuverlässigsten Orte der Welt für Blauwal-Sichtungen. An Land führt ein Pfad auf den Coconut Tree Hill, eine Landzunge voller Palmen über dem Wasser.
Stopp Mirissa · Beste Zeit: Nov–Apr (Wale)
10
Yala
Die höchste Leopardendichte der Welt
Im Süden liegt ein Park aus Trockenwald, Lagunen und Felskuppen, in dem so viele Leoparden leben wie nirgends sonst, dazu Elefanten, Lippenbären und Krokodile. Weil die Katzen hier keine Konkurrenz durch größere Raubtiere haben, jagen sie auch tagsüber und liegen offen auf Ästen.
Stopp Yala · Beste Zeit: Dez–Mär
11
Adam’s Peak
5.500 Stufen zum Sonnenaufgang
Auf dem Gipfel liegt ein Felsabdruck, den Buddhisten als Fußspur Buddhas verehren, Hindus als die Shivas, Muslime und Christen als die Adams. Gestiegen wird nachts, über 5.500 Stufen, damit man oben im Morgengrauen steht: Dann wirft der Berg seinen dreieckigen Schatten über die Ebene.
Stopp Adam’s Peak · Beste Zeit: Dez–Mai (Pilgersaison)