01
Seouls Paläste
Joseon-Höfe unter Bergkulisse und Hochhäusern
Gyeongbokgung liegt seit 1395 auf der Achse zwischen dem Gwanghwamun-Tor und dem Bugaksan im Rücken; um 10 und um 14 Uhr zieht die Wachablösung auf. Wer im geliehenen Hanbok kommt, zahlt keinen Eintritt. Zwei Kilometer östlich steht Changdeokgung mit dem Huwon, dem Geheimen Garten, seit 1997 Welterbe, und dazwischen liegen die Hanok-Gassen von Bukchon.
Stopp Seoul · Beste Zeit: Apr–Mai · Sep–Okt
02
Seongsan Ilchulbong
Ein Tuffkrater, der aus dem Meer steigt
Vor rund 5.000 Jahren brach an Jejus Ostküste ein Vulkan durch flaches Wasser und hinterließ einen Krater mit gezacktem Rand, der heute wie eine Festung im Meer liegt. Der Aufstieg dauert eine halbe Stunde über Treppen, oben öffnet sich eine grüne Schüssel von 600 Metern Durchmesser. Seit 2007 Weltnaturerbe.
Stopp Jeju · Beste Zeit: Apr–Jun · Okt–Nov
03
Bulguksa und Seokguram
Silla-Buddhismus in Stein, seit 751
Am Fuß des Tohamsan steht der Bulguksa-Tempel auf Terrassen aus behauenen Granitblöcken, die in ihrer heutigen Anlage auf das Jahr 751 zurückgehen. Vier Kilometer bergauf liegt die Seokguram-Grotte mit einem 3,5 Meter hohen Buddha aus Granit, der nach Osten aufs Meer blickt. Beide gehören seit 1995 zum Welterbe.
Stopp Gyeongju · Beste Zeit: Apr–Mai · Okt–Nov
04
Der Seoraksan
Granitnadeln über dem Ostmeer
Der Seoraksan ist Koreas schroffster Nationalpark: Granitgrate, Wasserfälle und der freistehende Felsblock Ulsanbawi, auf den 800 Stufen führen. Die Seilbahn bringt dich in wenigen Minuten zur Festungsruine Gwongeumseong, von der aus man bei klarer Luft bis zum Meer bei Sokcho sieht.
Stopp Sokcho · Beste Zeit: Mai–Jun · Okt
05
Gamcheon in Busan
Ein Flüchtlingsviertel, terrassenförmig und bunt
Gamcheon entstand in den 1950ern, als Flüchtlinge des Koreakriegs einen Steilhang über Busan bebauten, Haus über Haus, keins verdeckt dem anderen die Sicht. 2009 strichen Studenten und Bewohner die Fassaden farbig und setzten Kunst in die Gassen. Heute ist es das meistfotografierte Viertel der Stadt.
Stopp Busan · Beste Zeit: Mär–Mai · Sep–Okt
06
Die DMZ
Vier Kilometer Niemandsland, seit 1953
Der Waffenstillstand von 1953 zog eine Linie quer durch Korea und ließ links und rechts davon je zwei Kilometer unbewohnt. Tagestouren ab Seoul führen in den Dritten Infiltrationstunnel und zum Dora-Observatorium mit Blick auf ein nordkoreanisches Dorf. Am Zaun von Imjingak hängen Bänder für Verwandte, die man nie wiedergesehen hat.
Stopp DMZ · Beste Zeit: Apr–Mai · Sep–Okt
07
Die Festung Hwaseong
5,7 Kilometer Mauer um eine ganze Stadt
König Jeongjo ließ Suwon ab 1794 mit einer Mauer umgeben, die über zwei Hügel und mitten durch die Innenstadt läuft: 5,7 Kilometer, vier Tore, Wachtürme, Schießscharten, dazwischen ein Bogenschießstand. Gebaut wurde sie mit Kränen und Flaschenzügen, die der Gelehrte Jeong Yak-yong entworfen hatte. Welterbe seit 1997.
Stopp Suwon · Beste Zeit: Apr–Mai · Sep–Okt
08
Jeonju Hanok Village
Hanok-Dächer, so weit man sieht
In Jeonju stehen über 700 Hanok dicht beieinander, viele aus den 1930ern, als Koreaner sie bewusst gegen die japanische Stadtplanung setzten. Man schläft auf dem beheizten Ondol-Boden, isst Bibimbap dort, wo es herkommt, und läuft abends an Werkstätten vorbei, in denen Hanji-Papier geschöpft wird.
Stopp Jeonju · Beste Zeit: Apr–Mai · Sep–Okt
09
Hahoe
Ein Joseon-Dorf im Flussbogen, bewohnt
Der Nakdong legt bei Andong eine Schleife um ein Dorf, das seit dem 15. Jahrhundert der Familie Ryu gehört: Strohdächer für die Pächter, Ziegeldächer für den Adel, und beides steht noch. In Hahoe wird gewohnt, nicht ausgestellt. Seit 2010 zählt es zum Welterbe.
Stopp Hahoe · Beste Zeit: Apr–Mai · Sep–Okt
10
Haedong Yonggungsa
Ein Tempel, der ins Meer gebaut wurde
Koreanische Tempel stehen fast immer in den Bergen, dieser nicht. Haedong Yonggungsa klebt an der Felsküste nordöstlich von Busan, 108 Stufen führen hinunter, und bei auflaufender See spritzt die Gischt bis auf die Terrasse. Gegründet 1376, im japanischen Krieg zerstört, in den 1930ern wieder aufgebaut.
Stopp Busan · Tagesausflug · Beste Zeit: Mär–Mai · Sep–Okt
11
Die Teefelder von Boseong
Grüne Terrassen bis zum Horizont
In Boseong ziehen sich Teereihen wie Höhenlinien über die Hügel, gesäumt von Zedernalleen. Die Plantage Daehan Dawon stammt aus den 1930er Jahren und ist Koreas bekanntestes Teegebiet. Man läuft die Terrassen hinauf und schaut von oben auf ein Muster, das jemand mit der Hand gezogen hat.
Stopp Boseong · Beste Zeit: Mai–Jun · Sep–Okt
12
Die Insel Nami
Alleen auf einer halbmondförmigen Flussinsel
Nami ist eine Insel im Bukhan-Fluss bei Chuncheon, auf der in den 1960er Jahren Alleen gepflanzt wurden: Metasequoien, Ginkgos, Kiefern, jede Reihe schnurgerade. Seit hier die Serie „Winter Sonata“ gedreht wurde, kommt halb Asien. Im Herbst liegt gelbes Ginkgolaub knöcheltief, im Winter ist alles weiß.
Stopp Chuncheon · Beste Zeit: Apr–Mai · Okt–Nov
13
Der Bambuswald von Damyang
Bambus, zwanzig Meter hoch
Juknokwon ist ein angelegter Bambushain über der Kleinstadt Damyang: acht Pfade durch Halme, die zwanzig Meter erreichen und im Wind knarren. Unterhalb liegt die Metasequoia-Allee, eine zwei Kilometer lange Baumreihe, die sich im Herbst rostrot färbt.
Stopp Damyang · Beste Zeit: Apr–Jun · Okt
14
Der Hallasan
Südkoreas höchster Berg, ein Krater als Gipfel
Der Hallasan ist Jejus Mitte: 1.947 Meter, ein erloschener Vulkan, dessen Gipfelkrater Baengnokdam nach Regen einen See trägt. Zwei Routen führen ganz hinauf, Seongpanak und Gwaneumsa, acht bis zehn Stunden hin und zurück. Wer weniger will, nimmt einen der kleinen Oreum-Hügel am Fuß.
Stopp Jeju · Beste Zeit: Apr–Jun · Okt–Nov