01
El Nido
Lagunen zwischen Kalksteinwänden
Vor El Nido liegt der Bacuit-Archipel: dutzende Kalksteininseln, in deren Innerem sich Lagunen verstecken, erreichbar nur durch schmale Felsspalten und bei Niedrigwasser. Die Ausleger-Boote fahren feste Routen von A bis D, und in der Big Lagoon paddelt man zwischen Wänden, die dreißig Meter senkrecht aufsteigen.
Stopp El Nido · Beste Zeit: Nov–Mär
02
Coron
Ein See über Kriegswracks
Der Kayangan Lake gilt als der klarste See der Philippinen. Man steigt über einen Felsgrat hinauf und auf der anderen Seite hinunter ins Wasser. Draußen in der Bucht liegen japanische Schiffe, die Trägerflugzeuge der US-Marine im September 1944 versenkten; einige beginnen so flach, dass man sie beim Schnorcheln sieht.
Stopp Coron · Beste Zeit: Nov–Mär
03
Die Reisterrassen der Kordilleren
Zweitausend Jahre Handarbeit am Berghang
Die Ifugao haben die Hänge der Kordilleren über Jahrtausende in Terrassen gelegt und mit einem Bewässerungssystem verbunden, das ohne Beton funktioniert. Fünf Cluster sind seit 1995 UNESCO-Welterbe, darunter Batad: Von Banaue geht es per Jeepney oder Tricycle bis zum Straßenende, die letzten 20 bis 30 Minuten ins Dorf nur zu Fuß.
Stopp Banaue · Beste Zeit: Dez–Mär
04
Chocolate Hills
Über tausend Hügel, alle gleich geformt
Auf Bohol stehen mehr als 1.200 fast gleichförmige Kalksteinkuppeln in der Ebene: Reste eines gehobenen Korallenriffs, das Regen über Millionen Jahre ausgewaschen hat. In der Trockenzeit vertrocknet das Gras und sie werden braun, daher der Name. Im Wald nebenan sitzen Koboldmakis, die zu den kleinsten Primaten der Welt zählen.
Stopp Bohol · Beste Zeit: Nov–Mär
05
Siargao
Cloud 9 und Lagunen im Mangrovenwald
Siargao war eine ruhige Fischerinsel, bis Surfer die Riffwelle Cloud 9 entdeckten. Heute steht dort ein Holzsteg, von dem man den Barrels zusieht. Abseits davon führen Betonpisten durch Kokospalmen zu Gezeitenbecken und zur Sugba-Lagune, in der man von einem Sprungturm ins türkise Wasser springt.
Stopp Siargao · Beste Zeit: Aug–Nov (Surf)
06
Boracay
Vier Kilometer Puderzucker-Strand
Der White Beach ist so feinkörnig, dass der Sand unter den Füßen quietscht, und abends kreuzen die Paraw-Auslegerboote mit dreieckigen Segeln vor der Sonne. 2018 schloss die Regierung die Insel für ein halbes Jahr komplett, um die Abwasserprobleme in den Griff zu bekommen. Seither gilt eine Besucherobergrenze.
Stopp Boracay · Beste Zeit: Nov–Mär
07
Vigan
Kopfsteinpflaster aus der Spanierzeit
Vigan ist die besterhaltene spanische Kolonialstadt Asiens: Die Calle Crisologo führt zwischen Häusern mit Ziegeldächern, Holzbalkonen und Muschelschalen-Fenstern hindurch, und abends fahren Pferdekutschen über das Kopfsteinpflaster. Die Stadt überlebte den Zweiten Weltkrieg fast unbeschädigt. Seit 1999 UNESCO-Welterbe.
Stopp Vigan · Beste Zeit: Dez–Mär
08
Moalboal
Ein Sardinenschwarm, drei Meter vom Strand
Vor Panagsama Beach steht Jahr für Jahr ein Schwarm aus Millionen Sardinen, so nah am Ufer, dass du mit Schnorchel vom Strand aus hineinschwimmst und mitten in einer wirbelnden Wand aus Silber stehst. Nebenan geht es beim Canyoneering durch die Schluchten zu den Kawasan Falls.
Stopp Moalboal · Beste Zeit: Nov–Mär
09
Underground River
Acht Kilometer Fluss unter dem Berg
Bei Puerto Princesa verschwindet ein Fluss in einer Karsthöhle und fließt über acht Kilometer unter dem Berg hindurch ins Meer. Ein Teil davon wird im Paddelboot befahren, im Dunkeln, mit Fledermäusen über dem Kopf und Tropfsteinen in Kathedralengröße. Seit 1999 UNESCO-Welterbe.
Stopp Palawan / Puerto Princesa · Beste Zeit: Nov–Mär
10
Sagada
Särge, die an Felswänden hängen
Die Igorot begraben ihre Toten nicht in der Erde, sondern hängen die Särge an Kalksteinwände: je höher, desto näher bei den Ahnen. In Sagada kann man das an mehreren Stellen sehen, dazu Höhlensysteme, durch die Guides ohne feste Wege führen, und vom Kiltepan-Punkt aus liegt morgens ein Wolkenmeer im Tal.
Stopp Sagada · Beste Zeit: Dez–Mär
11
Batanes
Steinhäuser gegen den Taifun
Die nördlichste Inselgruppe liegt im Taifungürtel, und die Ivatan haben darauf mit meterdicken Kalkstein-Mauern und Strohdächern geantwortet, die Windgeschwindigkeiten überleben, an denen Beton scheitert. Ringsum: baumlose Hügel, Klippen und Straßen, auf denen fast keine Autos fahren. Im Honesty Coffee Shop legt man das Geld selbst in die Kasse.
Stopp Batanes · Beste Zeit: Mär–Mai