01
Machu Picchu
Die Stadt, die niemand verraten hat
Auf einem Bergrücken über dem Urubamba-Tal liegt eine Inka-Stadt aus dem 15. Jahrhundert, die die Spanier nie fanden. Die Terrassen, Tempel und Wohnhäuser stehen deshalb, wie sie verlassen wurden. Der erste Blick vom Sonnentor auf die Anlage im Morgennebel ist das Bild, für das die meisten überhaupt nach Peru fliegen.
Stopp Machu Picchu · Beste Zeit: Mai–Sep
02
Cusco
Inka-Mauern, auf denen Kirchen stehen
Cusco war die Hauptstadt des Inkareichs, und die Spanier bauten ihre Kirchen einfach auf die vorhandenen Mauern. Im Qoricancha siehst du beides übereinander. Die Steine von Sacsayhuamán oberhalb der Stadt wiegen bis zu 120 Tonnen und sind so fugenlos gesetzt, dass keine Klinge dazwischenpasst. Seit 1983 UNESCO-Welterbe.
Stopp Cusco · Beste Zeit: Mai–Sep
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Das Heilige Tal
Salzbecken und Terrassen wie Amphitheater
Zwischen Cusco und Machu Picchu liegt das Tal des Urubamba: In Maras stufen sich rund 3.000 Salzbecken den Hang hinunter, die seit der Inkazeit von derselben salzigen Quelle gespeist werden. In Moray liegen kreisrunde Terrassen ineinander, zwischen deren Ebenen bis zu 15 Grad Temperaturunterschied herrschen, vermutlich ein landwirtschaftliches Labor.
Stopp Heiliges Tal · Beste Zeit: Mai–Sep
04
Titicacasee
Inseln aus Schilf auf 3.800 Metern
Der Titicacasee ist der höchstgelegene schiffbare See der Erde. Die Uros leben auf Inseln, die sie selbst aus Totora-Schilf flechten und ständig nachlegen müssen, weil die Unterseite wegfault. Weiter draußen liegt Taquile, wo die Männer stricken und die Kleidung zeigt, ob jemand verheiratet ist.
Stopp Puno · Beste Zeit: Mai–Sep
05
Arequipa
Eine weiße Stadt aus Vulkanstein
Arequipa ist aus Sillar gebaut, einem weißen Vulkangestein, das in der Sonne blendet. Dahinter steht der Misti als fast symmetrischer Kegel. Mitten in der Stadt liegt das Kloster Santa Catalina: 20.000 Quadratmeter mit eigenen Gassen, Plätzen und ockerroten und indigoblauen Mauern, vier Jahrhunderte lang für Außenstehende geschlossen.
Stopp Arequipa · Beste Zeit: Mai–Sep
06
Colca Canyon
Kondore auf Augenhöhe
Der Colca ist über 3.000 Meter tief, doppelt so tief wie der Grand Canyon, und an der Cruz del Cóndor steigen morgens die Andenkondore aus der Schlucht auf: Vögel mit über drei Metern Spannweite, die auf der Thermik ohne einen Flügelschlag an dir vorbeiziehen. Die Hänge ringsum sind seit der Inkazeit terrassiert.
Stopp Colca Canyon · Beste Zeit: Mai–Sep
07
Nazca-Linien
Zeichnungen, die nur von oben Sinn ergeben
In die Wüstenebene südlich von Lima haben die Nazca vor rund 2.000 Jahren Figuren gescharrt, die bis zu 370 Meter messen: Kolibri, Affe, Spinne, dazu kilometerlange Geraden. Weil kaum Regen fällt und kein Wind den Boden verweht, liegen sie noch da. Erkennen kannst du sie nur aus der Luft, im Rundflug einer kleinen Cessna. Seit 1994 UNESCO-Welterbe.
Stopp Nazca · Beste Zeit: Dez–Mär
08
Islas Ballestas
Seelöwen, Pinguine, Millionen Vögel
Vor Paracas liegen Felseninseln, auf denen sich Seelöwen stapeln, Humboldt-Pinguine stehen und Guanokormorane in solchen Mengen brüten, dass ihr Kot über Jahrhunderte abgebaut und nach Europa verschifft wurde. Das Boot fährt nah heran, aussteigen darf niemand. An Land schließt das Paracas-Reservat mit roten Klippen an.
Stopp Paracas · Beste Zeit: Dez–Mär
09
Huacachina
Eine Lagune mitten in den Dünen
Um einen kleinen See in der Wüste bei Ica stehen Palmen und ein paar Häuser, ringsum nichts als Sand: Dünen, die über hundert Meter hoch werden. Nachmittags fahren die Buggys hinaus, springen über die Kämme und setzen dich oben zum Sandboarden ab, rechtzeitig zum Sonnenuntergang über dem Dünenmeer.
Stopp Huacachina · Beste Zeit: Dez–Mär
10
Laguna 69
Türkis auf 4.600 Metern
In der Cordillera Blanca liegt hinter einem Anstieg von gut drei Stunden ein See in einem Türkis, das aus dem Gletschermehl des Chacraraju stammt. Ringsum Wände aus Eis und Fels, die über 6.000 Meter aufsteigen. Der Weg dorthin führt durch Hochtäler mit Wasserfällen und grasenden Kühen.
Stopp Huaraz · Beste Zeit: Mai–Sep
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Amazonas bei Iquitos
Die größte Stadt ohne Straße dorthin
Iquitos erreichst du nur per Flugzeug oder Boot. Keine Straße führt in die halbe Million Einwohner große Stadt am Amazonas. Vom Hafen fahren die Boote zu Dschungellodges flussabwärts, wo nachts die Kaimanaugen im Lichtkegel aufleuchten und morgens rosa Flussdelfine auftauchen. In Belén schwimmt ein ganzer Stadtteil auf Flößen.
Stopp Iquitos · Beste Zeit: Mai–Okt
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Kuélap
Die Festung der Wolkenmenschen
Lange vor den Inka bauten die Chachapoya auf einen Bergkamm im Nebelwald eine Festung mit bis zu 19 Meter hohen Mauern und über 400 Rundhäusern. Kuélap ist älter als Machu Picchu und hat einen Bruchteil der Besucher. In der Nähe fällt der Gocta-Wasserfall über 700 Meter in zwei Stufen in den Wald.
Stopp Chachapoyas · Beste Zeit: Mai–Sep
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Chan Chan
Die größte Lehmstadt der Welt
Bei Trujillo liegt die Hauptstadt des Chimú-Reichs: rund 20 Quadratkilometer aus Lehmziegeln, mit Mauern voller Reliefs von Fischen, Pelikanen und Wellenmustern. Gebaut ab dem 9. Jahrhundert, von den Inka erst kurz vor den Spaniern erobert. Seit 1986 UNESCO-Welterbe und seitdem auf der Roten Liste, weil Regen und Salz den Lehm zerfressen.
Stopp Trujillo · Beste Zeit: Dez–Mär
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Lima
Ceviche über der Steilküste
Lima liegt auf Klippen über dem Pazifik, und in Miraflores und Barranco führt die Promenade direkt an der Kante entlang. Die Stadt ist heute eine der besten Küchenadressen der Welt: Ceviche mit Leche de Tigre aus der Cevichería um die Ecke, dazu eine Kochszene, die japanische und chinesische Einwanderungsgeschichte auf den Teller bringt.
Stopp Lima · Beste Zeit: Dez–Mär