01
Milford Sound
Ein Fjord, in dem es 200 Tage im Jahr regnet
Der Mitre Peak steigt 1.690 Meter senkrecht aus dem Wasser, ringsum stürzen Wasserfälle über schwarze Felswände. Genau dafür braucht es den Regen: Nach einem Guss verwandelt sich jede Wand in einen Vorhang aus Wasser, und der Fjord sieht aus wie an keinem trockenen Tag. Teil des Welterbes Te Wahipounamu.
Stopp Milford Sound · Beste Zeit: Dez–Mär
02
Tongariro Alpine Crossing
Neunzehn Kilometer über einen aktiven Vulkan
Die Tagesetappe führt durch ein Vulkanfeld aus Lavaströmen und Kraterebenen, vorbei am kegelförmigen Ngauruhoe, der im Film als Schicksalsberg diente. Oben liegen die Emerald Lakes, deren Türkis von gelösten Mineralien kommt. Der Nationalpark war 1993 der erste Ort der Welt, der wegen seiner Bedeutung für die Māori Welterbe wurde.
Stopp Tongariro National Park · Beste Zeit: Nov–Apr
03
Aoraki / Mt Cook
Der höchste Berg über dem türkisen See
Aoraki ist mit 3.724 Metern der höchste Berg des Landes, und der Hooker Valley Track führt in drei Stunden über Hängebrücken direkt auf ihn zu, bis zu einem See mit treibenden Eisbrocken. Davor liegt der Lake Pukaki in einem Türkis aus Gletschermehl. Nachts ist die Region eines der größten Dark-Sky-Reservate der Erde.
Stopp Aoraki / Mt Cook · Beste Zeit: Dez–Mär
04
Queenstown
Wo das Bungy-Springen erfunden wurde
An der Kawarau-Brücke bei Queenstown eröffnete 1988 das erste kommerzielle Bungy der Welt. Seitdem gilt der Ort als Welthauptstadt für alles, was mit Fallen, Rasen und Fliegen zu tun hat. Wer lieber unten bleibt, fährt mit der Gondel über den Lake Wakatipu oder mit dem alten Dampfer TSS Earnslaw hinaus.
Stopp Queenstown · Beste Zeit: Dez–Mär
05
Roys Peak über Wānaka
Der Grat, für den alle anstehen
Von Wānaka führt ein Weg 1.200 Höhenmeter durch Schafweiden hinauf, bis sich ein schmaler Grat über den See schiebt und dahinter die Berge des Mount-Aspiring-Nationalparks aufreihen. Der Blick ist eines der meistfotografierten Motive Neuseelands. Unten am Ufer steht außerdem der berühmteste Baum des Landes im Wasser.
Stopp Wānaka · Beste Zeit: Dez–Mär
06
Franz Josef Glacier
Ein Gletscher, der bis in den Regenwald reicht
An der Westküste schiebt sich ein Gletscher aus den Südalpen so weit herunter, dass sein Eis nur ein paar Kilometer über dem Regenwald endet, eine Kombination, die es sonst kaum gibt. Wer aufs Eis will, fliegt mit dem Helikopter hinauf und läuft oben mit Steigeisen durch blaue Spalten.
Stopp Franz Josef Glacier · Beste Zeit: Feb–Apr
07
Rotorua
Die Erde dampft und riecht nach Schwefel
In Rotorua blubbert der Boden: Im Thermalgebiet Wai-O-Tapu leuchtet der Champagne Pool orange am Rand und dampft in der Mitte, daneben liegen giftgrüne Kraterseen. Die Stadt ist zugleich ein Zentrum der Māori-Kultur. Abends gibt es Hāngī, im Erdofen gegartes Essen, und Haka in den Marae der Umgebung.
Stopp Rotorua · Beste Zeit: Nov–Apr
08
Hobbiton
Vierundvierzig Hobbithöhlen auf einer Schaffarm
Auf einer Schaffarm bei Matamata steht das Auenland als dauerhaftes Filmset: 44 Hobbithöhlen mit runden Türen in allen Farben, blühende Gärten, der Festbaum über Beutelsend und am Ende der Grüne Drache, wo es Bier aus eigenem Sud gibt. Die Farm arbeitet nebenbei weiter, die Schafe gehören dazu.
Stopp Hobbiton · Tagesausflug ab Rotorua (~1 h) · Beste Zeit: Nov–Apr
09
Abel Tasman
Goldene Buchten am kleinsten Nationalpark
Am Nordzipfel der Südinsel liegt Neuseelands kleinster Nationalpark: goldgelbe Sandbuchten, dahinter Farnwald, davor Wasser in Türkis. Der Coast Track zieht sich sechzig Kilometer die Küste entlang, und weil Wassertaxis überall halten, kannst du dir die schönsten Abschnitte herauspicken statt alles zu laufen.
Stopp Abel Tasman National Park · Beste Zeit: Dez–Mär
10
Cathedral Cove
Ein Felsentor zwischen zwei Stränden
Auf der Coromandel Peninsula hat das Meer einen Felsen durchbrochen, sodass ein hoher Torbogen zwei Buchten verbindet. Davor steht Te Hoho, ein Felsen wie ein Schiffsbug. Ein paar Kilometer weiter buddelst du dir am Hot Water Beach bei Ebbe selbst einen Pool in den Sand, aus dem heißes Quellwasser aufsteigt.
Stopp Coromandel Peninsula · Beste Zeit: Nov–Apr
11
Wellington
Die windigste Hauptstadt der Welt
Wellington klemmt zwischen Hügeln und Hafen, und durch die Cookstraße pfeift der Wind so verlässlich, dass die Stadt als windigste Hauptstadt der Welt gilt. Das Nationalmuseum Te Papa (für Neuseeländer kostenlos, internationale Gäste zahlen 35 NZD) erzählt Māori-Geschichte, Erdbeben und Naturkunde auf sechs Etagen; in Miramar baut Weta Workshop die Requisiten für halb Hollywood.
Stopp Wellington · Beste Zeit: Nov–Apr
12
Catlins
Leuchtturm über einer Kette aus Felsen
Im äußersten Südosten steht der Leuchtturm von Nugget Point auf einem schmalen Grat, unter dem eine Reihe von Felsblöcken wie Nuggets aus dem Meer ragt. In den Buchten der Catlins leben Gelbaugenpinguine, eine der seltensten Pinguinarten der Welt, und in Curio Bay liegt ein versteinerter Wald aus der Jurazeit im Gezeitenbereich.
Stopp Catlins Coast · Beste Zeit: Dez–Mär
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Stewart Island
Kiwis, die man nachts wirklich sieht
Die dritte Insel ganz im Süden heißt auf Māori Rakiura, leuchtender Himmel, benannt nach den Südlichtern, die hier im Winter über den Horizont ziehen. Rund 85 Prozent der Insel sind Nationalpark, und sie ist einer der wenigen Orte, an denen wilde Kiwis auch nachts am Strand nach Nahrung suchen und Besucher sie mit Guide tatsächlich zu sehen bekommen.
Stopp Stewart Island · Beste Zeit: Dez–Mär