01
Petra
Eine Fassade am Ende einer Felsspalte
Der Weg nach Petra führt gut einen Kilometer durch den Siq, eine Spalte im Sandstein, an manchen Stellen drei Meter breit und bis zu 180 Meter tief. Am Ende gibt sie den Blick auf Al-Khazneh frei, aus dem Fels geschlagen von den Nabatäern im 1. Jahrhundert. Dahinter liegt eine ganze Stadt. Welterbe seit 1985.
Stopp Petra · Beste Zeit: Mär–Apr · Okt–Nov
02
Das Wadi Rum
Sandstein-Inseln in rotem Sand
Im Wadi Rum stehen Sandsteinmassive wie Inseln in einer Ebene aus rotem Sand, dazwischen Felsbrücken, Schluchten und nabatäische Inschriften. Die Beduinen der Zalabia leben bis heute hier. Gedreht wurden im Wadi Rum „Lawrence von Arabien“ und alles, was seither einen Mars brauchte. Welterbe seit 2011.
Stopp Wadi Rum · Beste Zeit: Mär–Apr · Okt–Nov
03
Das Tote Meer
Fast vierhundertvierzig Meter unter dem Meeresspiegel
Das Tote Meer ist der tiefste Punkt an Land, und mit rund 34 Prozent Salzgehalt trägt sein Wasser jeden Körper von allein. Am Ufer wachsen Salzkristalle zu Skulpturen, der schwarze Mineralschlamm wird seit der Antike als Heilmittel verkauft.
Stopp Totes Meer · Beste Zeit: Mär–Mai · Okt–Nov
04
Jerash
Die besterhaltene Römerstadt des Nahen Ostens
Jerash war das antike Gerasa und ist heute eine der vollständigsten römischen Provinzstädte überhaupt: ein ovales Forum mit 56 Säulen, ein Kilometer Cardo mit ausgefahrenen Wagenspuren im Pflaster, zwei Theater, Tempel und der Hadriansbogen. Ein Erdbeben 749 begrub die Stadt und konservierte sie damit.
Stopp Jerash · Beste Zeit: Mär–Mai · Okt–Nov
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Das Wadi Mujib
Eine Schlucht, durch die man watet
Kurz vor der Mündung ins Tote Meer hat sich der Mujib in eine Sandsteinschlucht gefressen, die stellenweise nur wenige Meter breit ist. Auf dem Siq-Trail geht man flussaufwärts durch das Wasser, mal knöcheltief, mal bis zur Brust, und klettert an Seilen über kleine Wasserfälle. Der Einstieg liegt auf 410 Metern unter dem Meeresspiegel. Der Trail ist meist von April bis Oktober offen und erst ab 18 Jahren erlaubt.
Stopp Wadi Mujib · Beste Zeit: Apr–Okt
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Das Dana Biosphärenreservat
Vier Klimazonen auf einem Abstieg
Dana ist Jordaniens größtes Naturreservat und fällt von 1.500 Metern auf 100 Meter unter den Meeresspiegel ab. Auf dem Weg wechselt die Vegetation von Wacholderwald über Steppe zur Wüste. Im alten Steindorf am Rand des Tals wohnen wieder Familien, und die Feynan-Lodge unten wird ausschließlich mit Sonnenstrom und Kerzen betrieben.
Stopp Dana Biosphärenreservat · Beste Zeit: Mär–Apr · Okt–Nov
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Die Mosaikkarte von Madaba
Die älteste Landkarte des Heiligen Landes
Im Boden der St.-Georgs-Kirche in Madaba liegt ein Mosaik aus dem 6. Jahrhundert: eine Landkarte des Heiligen Landes mit über 150 beschrifteten Orten, aus zwei Millionen Steinchen gesetzt. Der erhaltene Ausschnitt zeigt Jerusalem mit Stadttoren und Säulenstraße, die älteste bekannte Darstellung der Stadt.
Stopp Madaba · Beste Zeit: Mär–Mai · Okt–Nov
08
Der Berg Nebo
Der Blick, den Mose bekam
Vom Berg Nebo sah Mose nach biblischer Überlieferung das Gelobte Land, ohne es betreten zu dürfen. Bei klarer Luft reicht der Blick über das Jordantal bis nach Jericho und zu den Türmen Jerusalems. Oben steht eine byzantinische Gedenkkirche mit Mosaikböden aus dem 6. Jahrhundert und ein Kreuz aus Eisen.
Stopp Berg Nebo · Beste Zeit: Mär–Mai · Okt–Nov
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Kerak
Eine Kreuzfahrerburg mit unterirdischer Stadt
Kerak sitzt auf einem Bergsporn über dem Königsweg, mit Steilabfällen auf drei Seiten. Die Kreuzfahrer bauten die Burg ab 1142, Saladins Truppen nahmen sie 1188 nach monatelanger Belagerung. Unter dem Hof liegen gewölbte Gänge, Ställe und Küchen, in denen es auch im Hochsommer kühl bleibt.
Stopp Kerak · Beste Zeit: Mär–Mai · Okt–Nov
10
Umm Qais
Drei Grenzen von einer Theaterstufe aus
Umm Qais ist das antike Gadara, gebaut aus schwarzem Basalt statt hellem Kalkstein. Vom Theater aus schaut man auf den See Genezareth, die Golanhöhen und das Jordantal: drei Länder auf einen Blick. Über den Ruinen liegt ein osmanisches Dorf, das erst in den 1980ern geräumt wurde.
Stopp Umm Qais · Beste Zeit: Mär–Mai · Okt–Nov
11
Qusair Amra
Badehaus mit Fresken, die es nicht geben dürfte
Mitten in der Basaltwüste östlich von Amman steht ein Lustschloss der Umayyaden aus dem frühen 8. Jahrhundert. Innen sind die Wände über und über bemalt: Jagdszenen, badende Frauen, Handwerker, Tierkreiszeichen an der Kuppel. Diese figürliche Malerei in einem islamischen Bau macht die Anlage zu einer der bemerkenswertesten der Region. Welterbe seit 1985.
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12
Aqaba
Korallen an Jordaniens einzigem Meer
Jordanien hat 26 Kilometer Küste, und die liegen alle bei Aqaba am Roten Meer. Die Riffe beginnen wenige Meter vom Ufer, das Wasser ist auch im Winter über zwanzig Grad, und vor der Küste liegen versenkte Wracks, darunter ein Frachter und ein Panzer, die als künstliche Riffe dienen.
Stopp Aqaba · Beste Zeit: Okt–Nov · Feb–Apr