01
Vulkan Arenal
Ein ebenmäßiger Kegel über heißen Quellen
Der Arenal steht als fast makelloser Kegel über der Ebene von La Fortuna. Bis 2010 spuckte er fast täglich Lava, seither ist er still. Geblieben sind erstarrte Lavafelder, durch die du wanderst, und das heiße Wasser, das der Berg noch immer liefert: In den Thermalquellen an seinem Fuß sitzt du abends im Regenwald in 39 Grad warmem Flusswasser.
Stopp Arenal / La Fortuna · Beste Zeit: Dez–Apr
02
Monteverde
Wald, der in den Wolken hängt
Auf 1.400 Metern zieht der Passatwind Wolken über den Bergkamm, die im Wald hängen bleiben. Alles ist mit Moos, Bromelien und Orchideen bewachsen, und das Wasser tropft, ohne dass es regnet. Über Hängebrücken läufst du auf Höhe der Baumkronen, wo Kolibris, Tukane und mit Glück der Quetzal sitzen.
Stopp Monteverde · Beste Zeit: Dez–Apr
03
Río Celeste
Ein Fluss in unwirklichem Hellblau
Im Tenorio-Nationalpark treffen zwei klare Bäche aufeinander, und der Fluss darunter ist plötzlich türkis. Der Grund ist keine Farbe, sondern Physik: Mineralpartikel in der Schwebe streuen genau das blaue Licht zurück. Am Teñidero, dem Färbepunkt, siehst du den Umschlag auf wenigen Metern passieren, weiter unten stürzt der Fluss in ein hellblaues Becken.
Stopp Río Celeste / Tenorio · Beste Zeit: Dez–Apr
04
Corcovado
Der intensivste Regenwald der Erde
National Geographic nannte Corcovado einmal den biologisch intensivsten Ort der Erde: Auf der Osa-Halbinsel leben auf gut 400 Quadratkilometern Tapire, vier Affenarten, Ameisenbären und die letzten großen Schwärme roter Aras. Hinein kommst du nur mit lizenziertem Guide, meist per Boot von Drake Bay aus.
Stopp Corcovado / Drake Bay · Beste Zeit: Dez–Apr
05
Tortuguero
Kanäle statt Straßen, Schildkröten statt Autos
An die Karibikküste im Norden führt keine Straße: Nach Tortuguero kommst du per Boot oder Kleinflugzeug, und unterwegs bist du auf einem Netz aus Dschungelkanälen. Zwischen Juli und Oktober kommen nachts hunderte Grüne Meeresschildkröten an den Strand, um ihre Eier zu legen. Der Strand ist der wichtigste Nistplatz der westlichen Karibik.
Stopp Tortuguero · Beste Zeit: Jul–Okt (Schildkröten)
06
Manuel Antonio
Faultiere über dem Postkartenstrand
Einer der kleinsten Nationalparks des Landes ist auch der bekannteste: Regenwald, der bis an weiße Buchten reicht, und darin Faultiere, Kapuzineraffen, Nasenbären und Leguane, oft direkt über dem Weg. Vom Aussichtspunkt der Halbinsel Punta Catedral siehst du zwei Buchten gleichzeitig.
Stopp Manuel Antonio · Beste Zeit: Dez–Apr
07
Poás
In einen der größten Krater der Welt schauen
Vom Parkplatz sind es zehn Minuten zu Fuß, dann stehst du am Rand eines Kraters von anderthalb Kilometern Durchmesser, in dem ein grüngelber Säuresee dampft. Der Poás ist einer der wenigen aktiven Vulkane weltweit, an deren Krater man einfach heranfahren kann. Entsprechend voll ist es, und entsprechend streng sind die Regeln.
Stopp Poás / Zentraltal · auch als Tagesausflug ab San José (~1,5 h) · Beste Zeit: Dez–Apr
08
Rincón de la Vieja
Wo der Boden blubbert und dampft
Im Nordwesten liegt ein Vulkan, dessen Hänge vor sich hin kochen: Schlammtöpfe blubbern, Fumarolen zischen, ganze Hangstücke dampfen. Ringsum wächst Trockenwald, in dem Klammeraffen und Tukane sitzen, und Wanderwege führen zu Wasserfällen mit Badebecken. Der Park gehört zum Schutzgebiet Área de Conservación Guanacaste, die seit 1999 UNESCO-Welterbe ist.
Stopp Rincón de la Vieja · Beste Zeit: Dez–Apr
09
Uvita & die Wale
Eine Sandbank in Form einer Walflosse
Bei Uvita läuft eine Sandbank so ins Meer, dass sie bei Ebbe die Form einer Walfluke bildet. Man kann sie ablaufen. Passend dazu ist die Bucht davor eines der wenigen Gewässer der Welt, in dem sich Buckelwale aus der Nord- und der Südhalbkugel treffen: Sie kommen zweimal im Jahr her, um ihre Kälber zu bekommen.
Stopp Uvita / Costa Ballena · Beste Zeit: Jul–Okt (Wale)
10
Quetzale in San Gerardo de Dota
Der Vogel, für den Ornithologen anreisen
Im Savegre-Tal auf 2.200 Metern stehen alte Eichenwälder, in denen der Quetzal brütet: smaragdgrün, mit Schwanzfedern von bis zu 65 Zentimetern, fast doppelt so lang wie der Vogel selbst. Von Februar bis Mai, wenn die wilden Avocados reif sind, stehen die Chancen am besten; die Lodges im Tal wissen meist, an welchem Baum gerade ein Paar sitzt.
Stopp San Gerardo de Dota · Beste Zeit: Feb–Mai (Brutzeit)
11
Puerto Viejo
Die Karibikseite, die anders tickt
An der Südkaribik reden die Leute Englisch-Kreol, das Essen kommt mit Kokosmilch statt Reis und Bohnen allein, und Reggae läuft in den Bars von mittags an. Von Puerto Viejo führt eine Straße an Buchten wie Punta Uva und Cocles vorbei; im Bribri-Gebiet dahinter führen Familien durch ihre Kakao-Plantagen.
Stopp Puerto Viejo · Beste Zeit: Feb–Apr · Sep–Okt