01
Angkor Wat
Der größte religiöse Bau der Welt
Angkor Wat wurde im 12. Jahrhundert als Hindutempel für Vishnu gebaut und misst mit seiner Umfassung gut 160 Hektar. Kein religiöses Bauwerk der Welt ist größer. Vor Sonnenaufgang spiegeln sich die fünf Türme im westlichen Wasserbecken. In den Galerien laufen Reliefs über hunderte Meter, darunter das Quirlen des Milchmeers. Seit 1992 UNESCO-Welterbe.
Stopp Siem Reap · Beste Zeit: Nov–Feb
02
Angkor Thom & Ta Prohm
Zweihundert Gesichter und Wurzeln im Mauerwerk
In der Königsstadt Angkor Thom blicken vom Bayon über zweihundert riesige Steingesichter aus den Türmen. Jedes lächelt, und niemand weiß sicher, ob sie den Buddha oder den Bauherrn zeigen. Ein paar Kilometer weiter hat man Ta Prohm so gelassen, wie es gefunden wurde: Würgefeigen greifen mit den Wurzeln in die Galerien und halten sie gleichzeitig zusammen.
Stopp Siem Reap · Beste Zeit: Nov–Feb
03
Tonle Sap
Ein See, der seine Fließrichtung umdreht
Der Tonle Sap ist der größte See Südostasiens und hat eine Besonderheit: In der Regenzeit drückt der Mekong so viel Wasser hinein, dass sich der Abfluss umkehrt und der See auf das Sechsfache anwächst. Die Dörfer sind darauf gebaut: In Kampong Khleang stehen die Häuser auf zehn Meter hohen Stelzen, andere schwimmen und werden umgeschleppt.
Stopp Tonle Sap · Beste Zeit: Nov–Feb
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Phnom Penh
Königspalast und die Räume von S-21
Am Zusammenfluss von Mekong und Tonle Sap liegen zwei Seiten einer Stadt nah beieinander: der Königspalast mit der Silberpagode, deren Boden aus fünftausend Silberfliesen besteht, und wenige Kilometer entfernt Tuol Sleng, die ehemalige Schule, die die Roten Khmer zum Gefängnis S-21 machten. Beides gehört zu einem Besuch dieser Stadt.
Stopp Phnom Penh · Beste Zeit: Nov–Feb
05
Bokor & Kampot
Eine Ruinenstadt im Nebel über dem Meer
Auf dem Bokor-Plateau ließ die französische Kolonialverwaltung in den 1920ern eine Höhenstation bauen: Hotel und Kirche. Das Hotel ist seit 2018 wieder geöffnet, die Kirche steht leer im Nebel, der fast täglich über den Berg zieht. Unten in Kampot wächst der Pfeffer, der einst die Pariser Küche versorgte und heute wieder in aller Welt gehandelt wird.
Stopp Kampot · Beste Zeit: Nov–Feb
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Koh Rong
Plankton, das im Wasser leuchtet
Vor der Südküste liegt eine Insel mit Sandstränden und Dschungel, die erst seit wenigen Jahren erschlossen ist. Ihr Kennzeichen: In dunklen Nächten leuchtet biolumineszentes Plankton. Bei jeder Handbewegung im Wasser blitzt es blau auf. Nebenan bietet Koh Rong Samloem mit der Saracen Bay noch mehr Ruhe.
Stopp Koh Rong · Beste Zeit: Nov–Feb
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Elefanten in Mondulkiri
Elefanten, die nicht mehr arbeiten müssen
Im hügeligen Osten haben Projekte wie das Elephant Valley ehemalige Arbeitselefanten übernommen: Sie leben im Wald, und Besucher laufen ein Stück mit, statt zu reiten. Ringsum wohnen die Bunong, deren Sprache und Waldwirtschaft älter sind als der Khmer-Staat.
Stopp Mondulkiri · Beste Zeit: Nov–Feb
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Preah Vihear
Ein Tempel auf der Klippe, 500 Meter über der Ebene
Auf einem Felsvorsprung des Dangrek-Gebirges liegt eine Tempelanlage, die sich über achthundert Meter entlang einer Achse staffelt. Am Ende bricht das Plateau senkrecht ab, und der Blick reicht weit über die kambodschanische Ebene. Um den Tempel stritten Kambodscha und Thailand jahrzehntelang. Seit 2008 UNESCO-Welterbe.
Stopp Preah Vihear · Beste Zeit: Nov–Feb
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Sambor Prei Kuk
Backsteintürme, älter als Angkor
Dreihundert Jahre vor Angkor stand hier die Hauptstadt des Chenla-Reichs: über hundert Backsteintürme im Wald, viele achteckig, mit Reliefs von fliegenden Palästen. Der Wald hat sie halb übernommen, und Besucher sind selten. Seit 2017 UNESCO-Welterbe.
Stopp Sambor Prei Kuk · Beste Zeit: Nov–Feb