01
Uluru
Ein Berg, der die Farbe wechselt
Der Monolith steht 348 Meter über der Ebene und reicht noch Kilometer tief in den Boden. Bei Sonnenauf- und -untergang durchläuft er alle Töne von Ocker bis Blutrot. Das kommt vom Eisenoxid im Sandstein. Für die Anangu, denen das Land gehört, ist er ein Ort der Schöpfungsgeschichten. Seit 1987 UNESCO-Welterbe, seit 2019 gilt ein Kletterverbot.
Stopp Uluru / Kata Tjuta · Beste Zeit: Mai–Sep
02
Great Barrier Reef
Das größte Riff der Erde, aus dem All sichtbar
Vor der Küste Queenslands zieht sich über 2.300 Kilometer das größte Korallenriffsystem der Welt, ein Bauwerk aus Milliarden von Polypen, das man aus dem Weltraum sehen kann. Vom Boot aus schnorchelst du über Korallengärten mit Schildkröten, Riffhaien und Papageifischen. Seit 1981 UNESCO-Welterbe.
Stopp Cairns / Great Barrier Reef · Beste Zeit: Mai–Okt
03
Sydney Opera House
Segel aus einer Million Fliesen
Jørn Utzons Entwurf gewann 1957 einen Wettbewerb, den er fast verloren hätte: Die Jury fischte ihn aus dem Ausschussstapel. Vierzehn Jahre und fast das Fünfzehnfache des Budgets später stand ein Haus, dessen Schalen mit über einer Million schwedischer Fliesen gedeckt sind. Seit 2007 UNESCO-Welterbe, damals das jüngste Bauwerk auf der Liste.
Stopp Sydney · Beste Zeit: Okt–Apr
04
Twelve Apostles
Kalksteintürme, die das Meer stehen ließ
An der Great Ocean Road hat die Brandung die Steilküste ausgehöhlt, bis nur einzelne Türme im Wasser stehen blieben. Zwölf waren es nie. Heute stehen noch sieben, und alle paar Jahrzehnte stürzt einer ein. Die Straße dorthin wurde nach dem Ersten Weltkrieg von heimgekehrten Soldaten in Handarbeit gebaut.
Stopp Great Ocean Road · Beste Zeit: Okt–Apr
05
Whitehaven Beach
Sand aus fast reinem Quarz
Der Sand auf Whitehaven besteht zu 98 Prozent aus Quarz und bleibt deshalb auch in der Mittagssonne kühl unter den Füßen. Woher er kommt, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Am Hill Inlet schiebt die Tide weiße Sandzungen durch türkises Wasser, ein Muster, das sich mit jedem Gezeitenwechsel neu legt.
Stopp Whitsunday Islands · Beste Zeit: Mai–Okt
06
Daintree Rainforest
Der älteste Regenwald der Welt trifft aufs Riff
Der Daintree wächst seit rund 180 Millionen Jahren ununterbrochen und ist damit älter als der Amazonas. Bei Cape Tribulation stößt er direkt aufs Great Barrier Reef: zwei Welterbestätten an einem Strand. Auf Nachtwanderungen leuchten Augen im Unterholz, und in den Flüssen liegen Salzwasserkrokodile.
Stopp Daintree Rainforest · Beste Zeit: Mai–Okt
07
Kakadu
Felskunst, die 20.000 Jahre alt ist
Kakadu ist so groß wie Rheinland-Pfalz und wird bis heute von den Bininj und Mungguy mitverwaltet. An den Felswänden von Ubirr und Nourlangie haben ihre Vorfahren über Jahrtausende gemalt. Manche Bilder zeigen Tiere, die längst ausgestorben sind. Seit 1981 UNESCO-Welterbe, für Natur und Kultur gleichermaßen.
Stopp Kakadu National Park · Beste Zeit: Mai–Okt
08
Blue Mountains
Ein Tal, das blau dampft
Die Berge westlich von Sydney sehen tatsächlich blau aus: Die Eukalyptuswälder geben Öltröpfchen an die Luft ab, die das Licht streuen. Über dem Jamison Valley stehen die Three Sisters, drei Sandsteintürme, zu denen die Gundungurra eine eigene Geschichte erzählen. Seit 2000 UNESCO-Welterbe.
Stopp Blue Mountains · auch als Tagesausflug ab Sydney (~2 h) · Beste Zeit: Okt–Apr
09
Melbourne
Kaffee und Kunst in den Seitengassen
Melbournes Innenstadt lebt in den Laneways: schmale Gassen, deren Wände komplett mit Street Art bedeckt sind und in denen hinter unscheinbaren Türen Cafés stecken. Die Stadt hat die Espresso-Kultur der italienischen Einwanderer zu einer eigenen Disziplin entwickelt: Flat White gilt hier als Grundversorgung, nicht als Getränk.
Stopp Melbourne · Beste Zeit: Okt–Apr
10
Ningaloo Reef
Mit Walhaien schwimmen, direkt vom Strand
An der Westküste beginnt das Riff so nah am Ufer, dass du an der Turquoise Bay einfach hineinläufst und über Korallen treibst. Zwischen März und Juli ziehen Walhaie vorbei, die größten Fische der Welt, und Anbieter bringen dich zu ihnen ins Wasser. Seit 2011 gehört die Ningaloo-Küste zum UNESCO-Welterbe.
Stopp Ningaloo Reef · Beste Zeit: Mär–Jul (Walhaie)
11
Kangaroo Island
Robben, Koalas und Felsen wie Skulpturen
Vor der Küste Südaustraliens liegt eine Insel, auf der die Tiere sichtbarer sind als anderswo auf dem Kontinent: An der Seal Bay liegen Seelöwen am Strand, in den Eukalyptusbäumen hängen Koalas, und im Flinders-Chase-Nationalpark stehen die Remarkable Rocks als vom Wind ausgehöhlte Granitblöcke auf einer Kuppe über dem Meer.
Stopp Kangaroo Island · Beste Zeit: Okt–Apr
12
Cradle Mountain
Tasmaniens Wildnis am Dove Lake
Im Herzen Tasmaniens spiegelt sich ein gezackter Bergkamm in einem dunklen See, ringsum liegt einer der letzten großen gemäßigten Regenwälder der Südhalbkugel. Der Rundweg um den Dove Lake dauert zwei Stunden, der Overland Track sechs Tage. Nachts sind hier Wombats und Tasmanische Teufel unterwegs. Die Wildnis ist seit 1982 UNESCO-Welterbe.
Stopp Hobart / Tasmanien · Beste Zeit: Okt–Apr
13
Bungle Bungles
Gestreifte Kuppeln, erst seit 1983 weithin bekannt
Im Purnululu-Nationalpark stehen hunderte Sandsteinkuppeln in orangefarbenen und schwarzen Streifen: Die dunklen Bänder sind Algen, die hellen eisenhaltiger Ton. Die Aboriginal-Bewohner kannten sie seit jeher, der breiten Öffentlichkeit wurden sie erst 1983 durch einen Fernsehbericht bekannt. Seit 2003 UNESCO-Welterbe.
Stopp Kimberley · Beste Zeit: Mai–Okt